Asienreferenten fordern De-Eskalation und Friedensverhandlungen

Die neuerlichen Spannungen zwischen Nord- und Südkorea lassen die Gefahr eines neuen Krieges real erscheinen. Die Ostasienkommission des Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fordern Schritte zur Entspannung.
Bereits im Frühjahr dieses Jahres forderte die Presbyterianische Kirche in Korea (PROK) in einem Aufruf an die eigene Regierung und die US-amerikanischen Verbündete ein Ende der Provokation und mehr Offenheit für die Wünsche des Volkes. Sie kritisierte die unbeugsame Haltung gegenüber Forderungen Nordkoreas. Diesem Aufruf schlossen sich 27 süd-koreanische Frauenorganisationen an. Am 24. November tagten die Ostasienkommission der Missionswerke und der EKD der mit den koreanischen Kirchen verbundenen deutschen Werke und Kirchen. Auf dem Hintergrund europäischer Erfahrungen fordern sie ein Umdenken und Abrücken vom derzeitigen Konfrontations- und Abschreckungskurs. Bereits in seiner Sitzung im Juni 2010 hatte der internationale Missionsrat des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland e.V. als Zeichen der Solidarität zum 60. Jahrestag des Koreakriegs am 25. Juni die Kirchen gebeten, für Versöhnung und Wiedervereinigung des geteilten Korea einzutreten. Sie wurden gebeten, eine Fürbitte für Korea in ihre Gottesdienst aufzunehmen.
 
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Koreanische Trostfrauen und Brot-für-die-Welt-Jahreskarte 2011

Als „Trostfrauen“ wurden die nach Schätzungen ca. 200.000 Mädchen und junge Frauen aus insgesamt 13 Ländern bezeichnet, die während des Asien-Pazifik-Krieges (1937-1945) vom japanischen Militär zur Sexsklaverei in Bordellen an allen Fronten des Krieges gezwungen wurden. Nur ca. 30% von ihnen überlebten den Krieg und trugen körperliche, seelische und auch soziale Folgeschäden davon, die sie ihr gesamtes Leben lang beeinträchtigten.Bis heute ist das Thema seitens der japanischen Regierung weder als Kriegsverbrechen anerkannt, noch angemessen aufgearbeitet. Die Überlebenden kämpfen um politische Anerkennung und Rehabilitierung, seit sich die ersten ehemaligen „Trostfrauen“ vor 20 Jahren erstmals öffentlich zu Wort meldeten. Vorher galt dieser Aspekt des Krieges in Japan, wie auch in den 12 Opferstaaten als unbekannt oder wurde tabuisiert. (Quelle: www.koreaverband.de)Weitere links zum Thema "Comfort women" bzw. "Trostfrauen": 

(Quelle der Links: Ostasien-Verbindungsreferat des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland www.ems-online.org)

Prälaturpfarrer Ravinder Salooja, Heilbronn


Eine Nachricht zu Korea

Der Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffes "Cheonan" am 26. März führte zu heftigen Protesten in Süd- und Nordkorea.
Die Wochenzeitung DAS PARLAMENT bringt in ihrer Ausgabe Nr. 23 vom 7.6.2010 eine Themensammlung zu Korea. Diese ist auch im Internet
abrufbar: http://www.das-parlament.de/2010/23/Themenausgabe/index.html