Vortrag und Diskussion mit Cindy Vargas

Migration in den Tod?
Zur Situation verschwundener Migrant_Innen und deren rechtliche Unterstützung in Mexiko

Vortrag und Diskussion mit Cindy Vargas,
- CAMINOS – Centro de Acompañamiento a Migrantes A.C., Oaxaca -
am Montag, 20. Juni 2016

Moderation: Mauricio Salazar / Wolfgang Herrmann

CAMINOS, Centro de Acompañamiento a Migrantes A.C. ist eine zivile Organisation mit Sitz in Oaxaca, im Süden Mexikos, die seit 2014 zum Themenfeld Migration arbeitet. Die Organisation setzt sich für die Rechte von Migranten und Migrantinnen ein. Eines ihrer Themenfelder ist die Begleitung von Familienangehörigen von verschwundenen Migrant_Innen bei der Suche. Während die Comisión Nacional de Derechos Humanos (CNDH) in Mexiko von mehr als 21000 Fällen von entführten und verschwundenen Migranten und Migrantinnen spricht,  geht die Zivilgesellschaft von 70.000 bis 150.000 verschwundenen Migranten und Migrantinnen seit 2007 aus. Cindy Vargas, eine Mitbegründerin der Organisation, berichtet über die aktuelle Situation im Prozess der Suche von verschwundenen Migranten und Migrantinnen aus Oaxaca und über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten ihrer Arbeit.

Veranstalter:
Stuttgarter Plattform Menschenrechte, Evangelische Akademie Bad Boll, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Katholische Betriebsseelsorge,  Engagement Global; mit finanzieller Förderung des BMZ                               

 

 

 

Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf – Der Weltgebetstag 2016 kommt aus Kuba

Der nächste Weltgebetstag kommt von christlichen Frauen aus Kuba. Er wird am Freitag, den 4. März 2016, in Gemeinden auf der ganzen Welt gefeiert. Sein deutscher Titel lautet: Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf. In das Zentrum ihres Gottesdienstes haben die kubanischen Frauen das Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen gestellt.
Kuba steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Es sind geschichtsträchtige Tage und Zeiten. Am Freitag, den 14. August 2015, wurde in Havanna die US-amerikanische Botschaft wieder eröffnet. Nach 54 Jahren ist an der dortigen Uferpromenade Malecón die US-Flagge zu sehen; bereits seit Juli 2015 weht vor der Botschaft Kubas in Washington die Flagge des Karibikstaates. Diese Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern wird als ein wichtiger Schritt auf dem Wege einer US-kubanischen Annäherung gewertet.

Der Weltgebetstag wird auch dafür beten, dass die Annäherung zwischen den beiden Ländern allen Menschen auf Kuba zu Gute kommt – auch den weniger Privilegierten.

Materialien zum Weltgebetstag können ab Oktober 2015 hier http://weltgebetstag.de/de/service   bestellt werden.

Foto: Titelbild zum Weltgebetstag 2016, Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf, Ruth Mariet Trueba Castro/Kuba, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

 

 

Vom 1.-18.10.2015 ist eine Frauendelegation aus kirchlichen Organisationen in Kuba zu Gast in der württembergischen Landeskirche

Lore Raudonat, Verantwortliche für den Weltgebetstag bei den Evangelischen Frauen in Württemberg und die Ulmer Prälaturpfarrerin Yasna Crüsemann, Lateinamerikareferentin beim Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung der württembergischen Landeskirche haben im Frühjahr diesen Jahres Regionalverantwortliche und Multiplikatorinnen zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag nach Kuba begleitet.

Dort haben sie Vertreterinnen des nationalen Weltgebetstagskomitee besucht, die die Liturgie für den Weltgebetstag 2016 entworfen haben. Sie waren zu Gast bei Kirchen, kirchlichen Organisationen und Projekten, die der Weltgebetstag unterstützt. Sie informierten sich über die Situation der Kirchen, hörten von den Hoffnungen und Befürchtungen angesichts des Wandels im Land und brachten viele Eindrücke aus diesem vielschichtigen und widersprüchlichen Land mit.

Nun kommen einige der Frauen, denen sie dort begegnet sind, nach Württemberg, um am landesweiten Vorbereitungsseminar für den Weltgebetstag teilzunehmen, um kirchliche und zivile Organisationen kennen zu lernen und v.a. Menschen in Gemeinden hier zu begegnen, zu informieren und sich mit ihnen auszutauschen.

Am 10.10.2015 um 18.30 Uhr sind sie im Jugendhaus am Münster (JAM) am Münsterplatz 21 in Ulm zu Gast.

In der Diskussion mit Vertreterinnen protestantischer Kirchen und Einrichtungen in Kuba wollen wir unter anderem folgenden Fragen nachgehen:

-         Wie leben die Generationen in Kuba angesichts einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft zusammen?

-         Wie stellen sich Kirche und Zivilgesellschaft den ökologischen Herausforderungen im Land? 

-         Welche Rolle spielen die Kirchen in der gegenwärtigen Situation, welche Vision haben sie für Kuba?

-         Wie reagieren die Kirchen auf soziale Veränderungen, Armut und die Abwanderung in Städte und ins Ausland?

-         Was bedeutet das gestiegene Interesse an Religion für die Kirchen in Kuba, wie gehen sie insbesondere mit dem Wachstum charismatischer Bewegungen um

Podiumsteilnehmerinnen u.a.

Lic. Rita Maria García Morris, Direktorin des Christlichen Zentrums für Reflexion und Dialog, Kuba
Damaris Gonzales Naranjo, Generalsekretärin und Bildungskoordinatorin des kubanischen Kirchenrates CIC
Midiam Caridad Lobaina, Genderkoordinatorin des kubanischen Kirchenrates, Mitglied im kubanischen Nationalkomitee des Weltgebetstags
Mercedes Morris Amaya, Ökologiekoordinatorin des Centro Lavastida, Santiago de Cuba 

Veranstalter: DiMOE Ulm, Weltgebetstag/Ev. Frauen in Württemberg/WGT-Vorbereitung Ulm

Infos und Anmeldung : yasna.cruesemanndontospamme@gowaway.elk-wue.de