Zu viele Unternehmen nehmen den Unternehmensgewinn wichtiger als den Schutz von Mensch und Umwelt - auch deutsche Unternehmen, wie die Fallbeispiele von Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden auf www.lieferkettengesetz.de aufzeigen. Dabei wurde die Verantwortung zur menschenrechtlichen Sorgfalt bereits 2011 auf internationaler Ebene in den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen konkretisiert. Die Initiative Lieferkettengesetz fordert von der Bundesregierung, dass sie sich dafür einsetzt, diese menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten von Unternehmen gesetzlich festzuschreiben und an die Missachtung der Sorgfalt klare Konsequenzen zu knüpfen. Denn gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen!

Das Rechtsgutachten der Initiative finden Sie hier. Es zeigt: Ein Lieferkettengesetz ist machbar.

Die Corona-Krise hat zudem gezeigt: Unternehmen, die ihre Lieferketten kennen und auf verlässliche Partnerschaften setzen, sind krisenfester. Ein Lieferkettengesetz, das menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten gesetzlich verankert, wäre ein Nachhaltigkeitsschub für die deutsche Wirtschaft.

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen. Auf https://www.suedwind-institut.de/recht-und-gerechtigkeit.html erfahren Sie mehr über Bildungsarbeit zum Lieferkettengesetz in Gemeinden.

Die Forderung nach einem Lieferkettengesetz ist Teil eines Aufrufs der Umweltbeauftragten sowie der Beauftragten des kirchlichen Entwicklungsdienstes der evangelischen Landeskirchen in Württemberg und in Baden zu Pfingsten 2020 an die Abgeordneten in Land, Bund und der Europäischen Union: https://www.elk-wue.de/news/2020/03062020-anlass-fuer-einen-wirklichen-neubeginn

Ansprechpersonen im DiMOE/ZEB sind Ralf Häußler, Janika Wehmann, Ailed E. Villalba Aquino, Gabriele Walcher-Quast, Bettina Lutterbeck.

Mehr Informationen zur bundesweiten Kampagne: www.lieferkettengesetz.de

Mehr Informationen zum Bündnis in Baden-Württemberg: www.lieferkettengesetz-bw.de

Hier finden Sie außerdem den Pfingstbrief der Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg, sowie den Aufruf an die baden-württembergischen Abgeordneten im Land, im Bund und der EU zu nachhaltigen Entscheidungen in Politik und Wirtschaft. Ein Lieferkettengesetz ist Teil einer zukunftsfähigen Wirtschaft.

Aktueller Tipp zum Mitmachen ist der Run auf die MdBs: https://www.woek.de/themen-projekte/initiative-lieferkettengesetz/mitmachen/run-auf-die-mdbs/

Aktueller Tipp für den Unterricht ist der Actionbound vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI): https://www.bei-sh.org/bei-news/actionbounds-starten