70 Jahre Korea-Konflikt: Kirchen fordern Friedensvertrag für Korea

70 Jahre nach dem Ausbruch des Koreakrieges und angesichts eines seit 1953 bestehenden Waffenstillstandsabkommens fordern die Protestantischen Kirchen und zahlreiche ihrer Partner weltweit engagierte Schritte zu einem wirklichen Friedensvertrag für das geteilte Korea und die Region.

„Der Koreakrieg, der 1950 ausbrach, kostete Millionen von Menschenleben und verwüstete die koreanische Halbinsel. Das Waffenstillstandsabkommen von 1953 führte nicht zu einem Friedensabkommen. Danach löste sich die katastrophale Konfrontation in einer Konsolidierung der Barriere zwischen den beiden Koreas nieder, die Konflikte und militärische Konfrontationen zwischen den beiden Koreas und zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) verstärkt hat.

Die Beendigung des Koreakrieges und der Abschluss eines Friedensabkommens müssen der erste Schritt zur Beendigung dieses Konflikts und der militärischen Konfrontation sein, die das Leben auf der koreanischen Halbinsel bedroht. Dies ist der Weg zu einem dauerhaften Frieden, der die Sicherheit der Menschen garantiert.“

Mit diesen Worten beginnt die „Erklärung für ein ziviles Friedensabkommen für Korea“, das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), der Deutschen Ostasien-Mission (DOAM) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) befürwortet wird. Die Württembergische Landeskirche ist eine der Trägerinnen der EMS und der DOAM.

Die Koreanischen Kirchen und ihre mitunterzeichnenden Partner fordern die betroffenen Länder auf, so bald wie möglich Verhandlungen aufzunehmen, damit am 27. Juli 2023, dem 70. Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens ein „Volksfriedensabkommen“ zur Beendigung des Korea-Konfliktes unterzeichnet werden kann. Zur Erreichung dieses Friedensabkommens werden vor allem konkrete Schritte für eine Demilitarisierung gefordert.

Hier können Sie die Erklärung nachlesen.